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ERFOLG

ERFAHRUNG

Schleifen Basiswissen

Produktaufbau

Produktaufbau von Schleifmitteln

Moderne flexible Schleifmittel auf Unterlage bestehen aus drei Komponenten:

  • Unterlage
  • Korn
  • Bindemittel

1. Die Unterlage

Papier, Gewebe, Fiber oder Folie tragen das Schleifkorn und übertragen die Zerspanungskräfte.

2. Das Korn

Korund, Silizium Carbid, Diamant und Pyramiden sind die eigentlichen Schneidewerkzeuge.

3. Das Bindemittel

Phenolharz und Hautleim verankern und stützen das Schleifkorn am Schleifmittelträger.

Fertigung

Die Schleifmittelfertigung

In mehreren Arbeitsvorgängen wird das Schleifkorn auf den Schleifmittelträger gestreut und mit dem Bindemittel verankert.

Herzstück der Schleifmittelfertigung ist die Streuanlage.

Bild: © VSM AG

Im elektrostatischen Feld wird das Korn von unten nach oben in den mit Bindemittel vorbeschichteten Schleifmittelträger geschossen. Dabei richtet sich das Korn auf und steht somit senkrecht auf dem Schleifmittelträger. Dadurch erhält das flexible Schleifmittel seine Schnittschärfe. Wir sprechen von einer elektrostatischen Streuung.

Die ausgehärtete Bindung wird beim anschliessenden Flexen definiert gebrochen und verleiht dem Schleifmittel die gewünschte Flexibilität. Anschliessend erfolgt die Konfektionierung zu Bändern, Bogen, Streifen, Rollen, Scheiben und Breitbändern.

Grundlagen des Schleifens

Grundlagen des Schleifens

Definition des Schleifens

Schleifen ist eine Oberflächenbearbeitung von Materialien aller Art, die folgende Ziele verfolgen kann

  • Beseitigung von Maß- und Formabweichungen (kalibrieren) durch den Vor- oder Grobschliff; Körnungsbereich Korn 24 bis Korn 80
  • Verbesserung von Oberflächen durch den Fein- oder Nachschliff. Bei der Holzbearbeitung spricht man auch vom Querschliff - der Schliff quer zur Holzfaser bewirkt, dass die überstehenden Fasern besser abgeschert werden und sich später beim Grundieren bzw. Lackieren nicht mehr aufrichten; Kornbereich Korn 100 bis Korn 150 - oder vom Längsschliff - der Schliff mit der Holzfaser bewirkt einen gleichmäßig feinen Schliff, der die Spuren der vorherigen Bearbeitung beseitigt; Kornbereich Korn 100 bis Korn 240.

Manuelles Schleifen

erfolgt von Hand oder mit Hilfsmitteln wie z.B.

  • rein von Hand: hier wird das Schleifmittel von Hand über die Werkstückoberfläche geführt
  • Kork- oder Holzklotz: hier wird das Schleifmittel auf diesem Hilfsmittel befestigt und dann über die Werkstückoberfläche geführt
  • Schwingschleifer: hier wird das rechteckige Schleifmittel eingespannt oder aufgeklettet und dann über die Werkstückoberfläche geführt
  • Winkel- oder Exzenterschleifer: hier wird das runde Schleifmittel aufgespannt oder aufgeklettet und dann über die Werkstückobefläche geführt

Maschinelles Schleifen

erfolgt von mit Maschinen, wie z.B.

  • Handbandschleifmaschinen (Holz/Metallbearbeitung): hier wird das Schleifmittel als endloses Schleifband in der Maschine aufgespannt und dann wird die Maschine von Hand über die Werkstückoberfläche geführt
  • Schleifböcke (Metallbearbeitung): hier wird das Schleifmittel als schmales endloses Schleifband in der Maschine aufgespannt und das Werkstück wird an einer Kontaktwalze manuell bearbeitet
  • Langbandschleifmaschinen (Holz/Metallbearbeitung): hier wird das Schleifmittel als schmales endloses Schleifband in der Maschine aufgespannt und das Werkstück wird mit einem Schleifschuh manuell bearbeitet
  • Breitbandschleifmaschinen (Holz/Metallbearbeitung): hier wird das Schleifmittel als breites endloses Schleifband in der Maschine aufgespannt und das Werkstück wird mit einem Schleifschuh maschinell bearbeitet